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kritisch leben?

kritisch leben? i Th s text contains the introduction and the summar y of the contributions of this first issue. As editors, we have focused on the commonalities of experiences bet ween people forced into a critical engagement by authoritarian, discriminator y and capitalist structures in order to highlight their dif ferent practices of criticizing, resisting and subverting. We attempt to make these forms of critique f rom outside the uni- versit y more audible. By tr ying to do so, we have had to question our approach repeatedly, as it has (been and continues to be shown) become apparent that the process of listening is challenging and requires an openness that can by no means be taken for granted. Title living critically? Key words social critique, self-critique, knowledge transfer, discriminator y experience . .., das tut weh! Wer kritisch lebt, wer Kritik nicht als Selbstzweck übt, die*r stellt sich den momentanen Gegebenheiten entgegen und damit auch der Art und Weise, wie es für eine*n selbst innerhalb der Gesellschaf t vorgegeben ist, zu leben. Mehr noch tun die Umstände weh, die zu Kritik veranlassen. Weit davon entfernt, dass kritisch zu leben immer Akt einer freien Entscheidung wäre, werden von Diskriminierung betrof fene Personen zur Auseinandersetzung mit dem Gegebenen gezwungen. Wer kritisch lebt, stellt das Bestehende in Frage und erzeugt so eine Irritation, eine Ablehnung, mitunter eine Verletzung dieses Gegebenen und der es aufrechterhaltenden Akteur*innen. 1 Das Sternchen innerhalb oder an Personen- oder Gruppenbezeichnungen markiert in dieser Zeit- schrif t, dass es sich bei den so gekennzeichneten Begrif fen um geschlechtsneutrale Formen der Be - zugnahme handelt. Corresponding author: Helen Akin, Cindy Salzwedel & Paul*A Helfritzsch; aua-redaktion@riseup.de http://orcid.org/0000-0001-7976-8212 (Helen Akin); http://orcid.org/0000-0002-3464-4731 (Cindy Salzwedel); http://orcid.org/0000-0002-9229-5007 (Paul*A Helfritzsch) Open Access. © Helen Akin, Cindy Salzwedel & Paul*A Helfritzsch 2022, published by transcript Verlag This work is licensed under the Creative Commons Attribution 4.0 (BY ) license 2022 10 Helen Akin, Cind y S alz wedel & Paul *A Hel fr it z s ch Auf die Gemeinsamkeit der Akteur*innen, durch autoritäre, diskriminierende und kapitalistische Strukturen in kritische Auseinandersetzung gezwungen zu wer- den, haben wir als Redakteur*innen den Blick gelenkt, um ihre unterschiedlichen Pra- xen herauszustellen. Unser Versuch besteht darin, diese Formen der Kritik außerhalb der Universität ein Stück weit hörbarer zu machen. Bei diesem Versuch mussten wir uns selbst immer wieder hinterfragen, da sich zeigte und immer wieder zeigt, dass der Prozess des Zuhörens eine Herausforderung darstellt, eine Of fenheit erfordert, die keineswegs als selbstverständlich angesehen werden kann. Wir als Redaktionskollektiv haben an unsere Arbeit einen emanzipatorisch inter- sektionalen Anspruch. Deshalb wollen wir besonders darauf hinweisen, dass eine der größten Lücken dieser ersten Ausgabe und auch unserer bisherigen Arbeit das e Th ma des Antirassismus betrif f t: Für keinen anderen Bereich haben wir so viele Anfragen versendet wie für diesen, insgesamt an fünf Initiativen aus Wien, Frankfurt a. M. und Hanau sowie an drei Privatpersonen. Gleichzeitig erreichten uns aus keinem anderen Bereich so viele Absagen. Die Gründe lagen dabei of tmals nicht im mangelnden Inte- resse der Angefragten, sondern in einem Kapazitätsproblem. Für die nächsten Ausga- ben wollen wir Wege finden, Akteur*innen in solchen Situationen mit unseren Kapa - zitäten zu unterstützen. Ebenso sollen ökologische Fragen und Problemstellungen in den kommenden Ausgaben mehr Raum erhalten. Einige weitere Fragen, die wir aus dem Entstehungsprozess der Zeitschrif t mit- nehmen, möchten wir kurz anführen: Wie werden wir dem in unserem Titel formu- lierten Anspruch gerecht, vor allem außeruniversitären Akteur*innen Raum zu geben? Wie erreichen wir entsprechende Personengruppen und erläutern unser Interesse an ihren Beiträgen? Wie gelingt es uns, die Einzigartigkeit von Erfahrungen wertzu- schätzen, ohne sie vorschnell in Rubriken einzuordnen? Und auch: Wie können wir bislang ungehörten Stimmen zu einer Hörbarkeit verhelfen, ohne die gängige Polari- sierung zwischen Normalität und Andersheit zu reproduzieren? Wir, das sind drei an der Universität und deren Strukturen partizipierende Per- sonen unterschiedlicher Herkunf t und Sozialisation, die mit dem vorliegenden Hef t erst begonnen haben, die oben genannten und selbst gestellten Aufgaben zu bearbei- ten. Mehr zur Beschreibung unseres jeweiligen persönlichen Anliegens, an dieser Zeit- schrif t mitzuarbeiten, findet sich in der Form kurzer Selbstverständnisse am Ende dieser Ausgabe. Was uns alle verbindet, ist die Erfahrung, dass in verschiedensten Teilen der Universität, aber auch der Gesellschaf t ein unnötig akademisierter Dis- kurs über die Köpfe von Betrof fenen und Aktivist*innen hinweg geführt wird: Wo au- ßeruniversitäre Kritikformen überhaupt in den Wissenschaf ten aufgegrif fen werden, finden sie zumeist nicht ihres Eigenwertes wegen Beachtung, sondern werden als Bei - spiele für die eigene e Th oriebildung verwendet und in die bestehenden Artikulations - formen eingepasst; um ihrer selbst willen werden sie nur in den seltensten Fällen ge- hört und ebenso selten zum Impuls genommen, die eigene Praxis umzugestalten. Aufgrund unseres Anliegens und der in den abgedruckten Beiträgen formulierten Kritiken war die Gestaltung des Inhaltsverzeichnisses alles andere als of fensichtlich. Uns ging es dabei sowohl darum, eine Hierarchisierung der Beiträge nach eventueller Dringlichkeit zu vermeiden, als auch darum, sie nicht ohne Einordnung lose oder be- liebig zu verbinden. Zu Beginn steht ein Text von Kristina Wolf f, der, gewissermaßen, eine Sonderstel- lung beansprucht. Wir haben sie um einen Beitrag gebeten, weil sie das Gespräch zwi- kr itis ch leben? 11 schen Universität und Gesellschaf t in ihrer Person vereint. Sie hat die wissenschaf t- lich umfangreichste Datensammlung zum e Th ma Gewalt gegen Frauen und Femizide für Deutschland angelegt, und auch als Aktivistin immer wieder Protestaktionen, bspw. mit Femen Deutschland, initiiert. Ihr Text ist nun keine Ref lexion über ihr kri- tisches Engagement, sondern, und darüber freuen wir uns sehr, ein Bericht über die aktuelle Lage der Gewalttaten gegen Frauen und den Stand der Umsetzung der Istan- bul Konvent ion in Deutschland. Der Titel dieses Berichtes lautet: Ger many. Deadly Con- sequences Based on Ignorance of Rule of Law. Daran anschließend findet sich eine Rubrik mit dem Titel Die Heimt ücken des All- tagsrassismus. In ihrem Beitrag Ich, Dilek Divan macht die gleichnamige Autorin ein- drucksvoll deutlich, dass rassistische und antifeministische Verhaltensweisen in un- serer Gesellschaf t so sehr verinnerlicht sind, dass sie sogar in solchen linken Kreisen auf tauchen können, in denen explizit anti-rassistische und feministische Positionen vertreten werden. Rassismus kann subtilere Formen annehmen als die of fene Belei- digung – er kann sich, so schildert Dilek Divan, z wischen den Zeilen von Sprache und Handlung hinterhältig einnisten. In ihrem Beitrag verzahnt sie die eigenen Erfahrun- gen der Missachtung und Herabwürdigung aufgrund ihres Namens und seiner Her- kunf t mit einer systemischen Perspektive auf rassistische Strukturen. In den nächsten Beiträgen widmet sich die Zeitschrif t verschiedenen Perspekt iven auf die Inklusion von und die Arbeit mit Menschen mit Behinder ung : B. ist 63 Jahre alt und seit 43 Jahren als Heilerziehungspf leger für Menschen mit Behinderungen tätig. Er gibt einen Einblick in seinen Berufsalltag, schildert sein Erleben der Entwicklungen in der Behindertenhilfe der letzten Jahrzehnte und evaluiert ihre Fort- und Rückschrit- te. Er appelliert an Auszubildende der Heilerziehungspf lege, sich von den Erschwer- nissen des Pf legesystems nicht auf fressen zu lassen und stattdessen an ihren Idealen und Vorstellungen von Menschlichkeit festzuhalten. Huschke Kleinteich berichtet von seiner mehrjährigen Arbeit als Schulbegleiter zweier Schüler*innen mit geistigen Entwicklungsverzögerungen. In seinem Beitrag Inklusionsanspr uch und Schulwirklichkeit – Versuch einer kr it ischen Deut ung meiner Ar - beitser fahr ungen als Schulassistent stellt er zum einen heraus, dass die schulische Inklu- sion bei gleichzeitigem Fortbestand der etablierten Regelpädagogik zur Exklusion der Betrof fenen an nur verändertem Ort führt; zum anderen skizziert er, welche Proble- me die Doppelstruktur einer freien Trägerschaf t in Hinsicht auf die Arbeitsbedingun- gen von Beschäf tigten mit sich bringen kann. Kleinteichs Arbeitserfahrungen münde- ten in die Gründung der init iat ive kr it ische schulassistenz. Die Schulbegleiterin Johanna schildert in ihrem Erfahrungsbericht Die Schulbeglei- t ung muss kein bürokrat isches Monster bleiben. Alter nat ive Möglichkeiten aus der Perspek - t ive einer Schulbegleiter in einige Schwierigkeiten, mit denen sie sich alltäglich in ihrem Beruf konfrontiert sieht, sowie Hindernisse und Widersprüche, die sich im Zuge der Beantragung einer Schulbegleitung ergeben können. Außerdem kritisiert sie, dass in Ermangelung eines allgemein verbindlichen Konzepts der Schulbegleitung eigentlich jede*r diese nach individuellen Vorstellungen ausgestalten müsse und daher häufig viel mehr Aufgaben für die Klassengemeinschaf t übernommen würden als eigentlich vorgesehen. Schließlich eröf fnet sie abschließend eine Perspektive, wie ihres Erach- tens eine gelingende Schulbegleitung aussehen könnte. Unter dem Obertitel Perspekt ive einer t ransidenten Person: Gesamtgesellschaf tliche Ent wicklungen und persönliche Wege der Selbst ver wirklichung berichtet Dana Diezemann 12 Helen Akin, Cind y S alz wedel & Paul *A Hel fr it z s ch – deutsche Hörfunkmoderatorin, Journalistin, Referentin für Transidentität und Ex- pertin für Bildsensoren und Kameras – in ihrem Beitrag Kr it ik heißt nicht Nörgeln, son- der n Machen, dass sie als Frau in einen männlichen Körper hineingeboren wurde und dies erst nach einem halben Leben erkannt und korrigiert hat. Sie schildert, wo und von wem ihr alltäglich Ablehnung entgegengebracht wird, und hebt hervor, dass zu Kritikfähigkeit Of fenheit und Wandlungsbereitschaf t sowie Selbstkritik gehören. Bei dem folgenden Text in der Rubrik Feminist ische Organisat ion im Kampf gegen Staat, Pat r iarchat und Kapitalismus handelt es sich um einen Beitrag des Frauen*St reik- bündnisses Jena mit dem Titel Frauen*St reikbündnis Jena – Auf zum feminist ischen St reik, für den die Autor*innen ihre Bündnispartner*innen Decolonize Jena, die Bürger init ia- t ive f ür Soziales Wohnen in Jena und die FAU Jena interviewen, um über Kritik und die Akademisierung der politischen Linken zu sprechen. Sie stellen damit außerdem per- formative Formen der Kritik an der Gesellschaf t vor und werfen kritische Fragen über den Prozess des Schreibens für unsere Zeitschrif t auf. Für alle ist die Wichtigkeit und Notwendigkeit des feministischen Streitens und Streikens verbindendes Element. Diesem Beitrag fügte das Frauen*St reikbündnis außerdem noch ein Ergänzungs- schreiben hinzu, in dem es sich aufgrund aktueller Vorkommnisse innerhalb des Bündnisses mit der e Th matik des Alltagsrassismus auseinandersetzt. Während der redaktionellen Bearbeitung des Beitrags, wurde dem Frauen*St reikbündnis bekannt, dass eine der Herausgeber*innen des FLUT Magazins f ür gegenwär t ige Erot ik – eine*r ihrer Bündnispartner*innen – mit einer Bewerberin, die Woman of Colour ist und ein Foto eingereicht hatte, rassistisch umgegangen war. Darauf hin kam es zu mehreren Tref fen und einem wechselseitigem E-Mail-Austausch zwischen der Redaktion der AuA, Vertreter*innen des Frauen*St reikbündnisses und eben jener Herausgeberin. Das Frauen*St reikbündnis berichtet von diesem Bearbeitungsprozess und den Folgen, die es aus ihm zieht. Dem folgen zwei Beiträge zur Rolle von Care- bzw. Reproduktionsarbeit unter der Rubrik Pf legenotstand und die Probleme medizinischer Versorgung am Maßstab der Men- schenrechte verknüpf t haben: Im ersten der Beiträge haben uns Helma und Jacob vom MediNetz Jena auf Fragen geantwortet, die auf ihre persönlichen Erfahrungen bei der Unterstützung von Menschen ohne Krankenschein und ihr Verständnis von Kritik so- wie darauf abzielten, was sie sich für die Zukunf t dieser zivilgesellschaf tlichen Hilfs- einrichtung vorstellen. Beim zweiten Beitrag handelt es sich um die Zusammenfassung eines Video-In- terviews mit Stef fi Fitzner von Klinik stat t Fabr ik, das wir im Juli 2021 in Jena mit ihr geführt haben. Sie spricht über die Kritikpunkte, die sie als Krankenschwester und Gewerkschaf terin am Klinik-Betrieb hat, sowie über die Auswirkungen, die die Coro- navirus-Pandemie auf ihren (Arbeits)Alltag hatte. Außerdem berichtet sie von Streiks, den Hürden eines Arbeitskampfes in einer Klinik und ihren Forderungen nach Ent- lastung. In der Rubrik Über Arbeitsrechte, staatliche Akt ivier ungsmaßnahmen und Klassen- kampf folgen der Erfahrungsbericht Ungenügend, schikanös und kont raprodukt iv – die Har tz-IV-Gesetzgebung aus der Perspekt ive einer Sozialarbeiter in und ein Gespräch zwi- schen der Hochschulgewerkschaf t unter_bau und streikenden rumänischen Arbei- ter*innen. Zuerst führt uns Verena Cömert vor Augen, was die Lebenswirklichkeit Har tz IV konkret bedeutet, welche Rechte und Pf lichten damit verbunden sind und weshalb dieses (vermeintliche) Unterstützungssystem aus Sicht der Sozialen Arbeit kr itis ch leben? 13 kritisiert werden muss. Hierfür nimmt sie das e Th ma aus persönlicher und professio - neller Perspektive in den Blick und betrachtet sowohl die Gesetzgebung als auch die Seite der Leistungsempfänger*innen. Dieser Erfahrungsbericht scheint uns, weil er u.a. eine Innenansicht aus dem Amt darstellt, eine wichtige Stütze für die Kritik von Har tz-IV-Selbstorganisationsgruppen zu sein. Klassenkampf erler nen – gewerkschaf tliche Basisarbeit an der Universität. Von Frank - f ur t nach Bor nheim und zur ück ist der Titel eines erstmals im diskus veröf fentlich- ten Beitrags. Er entstand im Anschluss an den Streik rumänischer Arbeiter*innen bei der Firma Spargel Ritter im Mai 2020. Die basisdemokratische Gewerkschaf t der Universität Frankfurt – der unter_bau – berichtet von ihren Erkenntnissen, die aus den Gesprächen mit den Streikenden über gewerkschaf tliche Organisation, deren Schwierigkeiten sowie mögliche Hindernisse und Widersprüche in der Bildung von Klassenbewusstsein erwachsen sind. Bis zu diesem Punkt geht es unserer Zeitschrif t um die Darstellung und das Zu- Wort-kommen-Lassen außeruniversitärer Beiträge. Daran schließen nun, dem Unter- titel der Zeitschrif t – Wissenschaf t und Gesellschaf t im Gespräch – entsprechend, aka- demische Kritikverständnisse an. Den Anfang macht Peggy H. Breitenstein mit einer Beschreibung des Kritikverständnisses, das vom alltäglichen Begrif f über seine grie- chischen Ursprünge bis zu Kant, Marx, Horkheimer und Adorno führt, um am Ende in einer Beschreibung der Ideologiekritik als emanzipatorischer Sozial- und Selbstkritik zu münden. Es folgt ein Beitrag von Alice Lagaay und Anna Suchard: Sie treten in ein Gespräch über die Suche nach neuen Formaten für die Vermittlung von philosophi- schen Inhalten durch verschiedene Mittel der Performance, um dadurch einen kriti- schen Blick auf habitualisierte Wissenschaf tsformen und -hierarchien zu entwickeln. Wissen – so machen die Autor*innen deutlich – braucht keinen einsamen Schreib- tisch fernab der Welt, sondern Dialoge, Ereignisse, Prozesse, in denen es gemeinsam als Praxis generiert werden kann. Wie schon zu Beginn angemerkt, versuchen wir als Redaktion am Ende der Zeit- schrif t selbst eine Beschreibung dessen zu geben, was uns persönlich zur Arbeit an ihr bewogen hat. Dort findet sich zudem ein Beitrag von Joule Weisz über die Gestaltung des Titelbildes dieser ersten Ausgabe der Außer universitären Akt ion. Zum Abschluss bleibt uns noch, allen Leser*innen zu wünschen, dass sie in dieser ers- ten Ausgabe eine anregende Lektüre und Impulse für das kritische Leben finden. Wir hof fen mit diesem Hef t einen Beitrag zur Bekanntmachung bislang wenig beachteter Bewegungen und Perspektiven zu leisten, sodass diesen künf tig mehr Wertschätzung zuteilwird und ihre Kritiken ernst genommen werden. Neben allen beitragenden Autor*innen, Initiativen und Bündnissen sowie Künst- ler*innen möchten wir an dieser Stelle einen besonderen Dank an Sonja Deppe rich- ten, deren Hilfe vor allem während der Anfangsphase dieses Projektes viel Gutes zum Gelingen beigetragen hat. Jena/Wien, den 31.10.2021 Helen Akin, Cindy Salz wedel & Paul*A Helf r itzsch http://www.deepdyve.com/assets/images/DeepDyve-Logo-lg.png Außeruniversitäre Aktion. Wissenschaft und Gesellschaft im Gespräch de Gruyter

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/lp/de-gruyter/kritisch-leben-8z04Fkhma1
Publisher
de Gruyter
Copyright
© 2022 by transcript Verlag
eISSN
2750-1949
DOI
10.14361/aua-2022-010101
Publisher site
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Abstract

i Th s text contains the introduction and the summar y of the contributions of this first issue. As editors, we have focused on the commonalities of experiences bet ween people forced into a critical engagement by authoritarian, discriminator y and capitalist structures in order to highlight their dif ferent practices of criticizing, resisting and subverting. We attempt to make these forms of critique f rom outside the uni- versit y more audible. By tr ying to do so, we have had to question our approach repeatedly, as it has (been and continues to be shown) become apparent that the process of listening is challenging and requires an openness that can by no means be taken for granted. Title living critically? Key words social critique, self-critique, knowledge transfer, discriminator y experience . .., das tut weh! Wer kritisch lebt, wer Kritik nicht als Selbstzweck übt, die*r stellt sich den momentanen Gegebenheiten entgegen und damit auch der Art und Weise, wie es für eine*n selbst innerhalb der Gesellschaf t vorgegeben ist, zu leben. Mehr noch tun die Umstände weh, die zu Kritik veranlassen. Weit davon entfernt, dass kritisch zu leben immer Akt einer freien Entscheidung wäre, werden von Diskriminierung betrof fene Personen zur Auseinandersetzung mit dem Gegebenen gezwungen. Wer kritisch lebt, stellt das Bestehende in Frage und erzeugt so eine Irritation, eine Ablehnung, mitunter eine Verletzung dieses Gegebenen und der es aufrechterhaltenden Akteur*innen. 1 Das Sternchen innerhalb oder an Personen- oder Gruppenbezeichnungen markiert in dieser Zeit- schrif t, dass es sich bei den so gekennzeichneten Begrif fen um geschlechtsneutrale Formen der Be - zugnahme handelt. Corresponding author: Helen Akin, Cindy Salzwedel & Paul*A Helfritzsch; aua-redaktion@riseup.de http://orcid.org/0000-0001-7976-8212 (Helen Akin); http://orcid.org/0000-0002-3464-4731 (Cindy Salzwedel); http://orcid.org/0000-0002-9229-5007 (Paul*A Helfritzsch) Open Access. © Helen Akin, Cindy Salzwedel & Paul*A Helfritzsch 2022, published by transcript Verlag This work is licensed under the Creative Commons Attribution 4.0 (BY ) license 2022 10 Helen Akin, Cind y S alz wedel & Paul *A Hel fr it z s ch Auf die Gemeinsamkeit der Akteur*innen, durch autoritäre, diskriminierende und kapitalistische Strukturen in kritische Auseinandersetzung gezwungen zu wer- den, haben wir als Redakteur*innen den Blick gelenkt, um ihre unterschiedlichen Pra- xen herauszustellen. Unser Versuch besteht darin, diese Formen der Kritik außerhalb der Universität ein Stück weit hörbarer zu machen. Bei diesem Versuch mussten wir uns selbst immer wieder hinterfragen, da sich zeigte und immer wieder zeigt, dass der Prozess des Zuhörens eine Herausforderung darstellt, eine Of fenheit erfordert, die keineswegs als selbstverständlich angesehen werden kann. Wir als Redaktionskollektiv haben an unsere Arbeit einen emanzipatorisch inter- sektionalen Anspruch. Deshalb wollen wir besonders darauf hinweisen, dass eine der größten Lücken dieser ersten Ausgabe und auch unserer bisherigen Arbeit das e Th ma des Antirassismus betrif f t: Für keinen anderen Bereich haben wir so viele Anfragen versendet wie für diesen, insgesamt an fünf Initiativen aus Wien, Frankfurt a. M. und Hanau sowie an drei Privatpersonen. Gleichzeitig erreichten uns aus keinem anderen Bereich so viele Absagen. Die Gründe lagen dabei of tmals nicht im mangelnden Inte- resse der Angefragten, sondern in einem Kapazitätsproblem. Für die nächsten Ausga- ben wollen wir Wege finden, Akteur*innen in solchen Situationen mit unseren Kapa - zitäten zu unterstützen. Ebenso sollen ökologische Fragen und Problemstellungen in den kommenden Ausgaben mehr Raum erhalten. Einige weitere Fragen, die wir aus dem Entstehungsprozess der Zeitschrif t mit- nehmen, möchten wir kurz anführen: Wie werden wir dem in unserem Titel formu- lierten Anspruch gerecht, vor allem außeruniversitären Akteur*innen Raum zu geben? Wie erreichen wir entsprechende Personengruppen und erläutern unser Interesse an ihren Beiträgen? Wie gelingt es uns, die Einzigartigkeit von Erfahrungen wertzu- schätzen, ohne sie vorschnell in Rubriken einzuordnen? Und auch: Wie können wir bislang ungehörten Stimmen zu einer Hörbarkeit verhelfen, ohne die gängige Polari- sierung zwischen Normalität und Andersheit zu reproduzieren? Wir, das sind drei an der Universität und deren Strukturen partizipierende Per- sonen unterschiedlicher Herkunf t und Sozialisation, die mit dem vorliegenden Hef t erst begonnen haben, die oben genannten und selbst gestellten Aufgaben zu bearbei- ten. Mehr zur Beschreibung unseres jeweiligen persönlichen Anliegens, an dieser Zeit- schrif t mitzuarbeiten, findet sich in der Form kurzer Selbstverständnisse am Ende dieser Ausgabe. Was uns alle verbindet, ist die Erfahrung, dass in verschiedensten Teilen der Universität, aber auch der Gesellschaf t ein unnötig akademisierter Dis- kurs über die Köpfe von Betrof fenen und Aktivist*innen hinweg geführt wird: Wo au- ßeruniversitäre Kritikformen überhaupt in den Wissenschaf ten aufgegrif fen werden, finden sie zumeist nicht ihres Eigenwertes wegen Beachtung, sondern werden als Bei - spiele für die eigene e Th oriebildung verwendet und in die bestehenden Artikulations - formen eingepasst; um ihrer selbst willen werden sie nur in den seltensten Fällen ge- hört und ebenso selten zum Impuls genommen, die eigene Praxis umzugestalten. Aufgrund unseres Anliegens und der in den abgedruckten Beiträgen formulierten Kritiken war die Gestaltung des Inhaltsverzeichnisses alles andere als of fensichtlich. Uns ging es dabei sowohl darum, eine Hierarchisierung der Beiträge nach eventueller Dringlichkeit zu vermeiden, als auch darum, sie nicht ohne Einordnung lose oder be- liebig zu verbinden. Zu Beginn steht ein Text von Kristina Wolf f, der, gewissermaßen, eine Sonderstel- lung beansprucht. Wir haben sie um einen Beitrag gebeten, weil sie das Gespräch zwi- kr itis ch leben? 11 schen Universität und Gesellschaf t in ihrer Person vereint. Sie hat die wissenschaf t- lich umfangreichste Datensammlung zum e Th ma Gewalt gegen Frauen und Femizide für Deutschland angelegt, und auch als Aktivistin immer wieder Protestaktionen, bspw. mit Femen Deutschland, initiiert. Ihr Text ist nun keine Ref lexion über ihr kri- tisches Engagement, sondern, und darüber freuen wir uns sehr, ein Bericht über die aktuelle Lage der Gewalttaten gegen Frauen und den Stand der Umsetzung der Istan- bul Konvent ion in Deutschland. Der Titel dieses Berichtes lautet: Ger many. Deadly Con- sequences Based on Ignorance of Rule of Law. Daran anschließend findet sich eine Rubrik mit dem Titel Die Heimt ücken des All- tagsrassismus. In ihrem Beitrag Ich, Dilek Divan macht die gleichnamige Autorin ein- drucksvoll deutlich, dass rassistische und antifeministische Verhaltensweisen in un- serer Gesellschaf t so sehr verinnerlicht sind, dass sie sogar in solchen linken Kreisen auf tauchen können, in denen explizit anti-rassistische und feministische Positionen vertreten werden. Rassismus kann subtilere Formen annehmen als die of fene Belei- digung – er kann sich, so schildert Dilek Divan, z wischen den Zeilen von Sprache und Handlung hinterhältig einnisten. In ihrem Beitrag verzahnt sie die eigenen Erfahrun- gen der Missachtung und Herabwürdigung aufgrund ihres Namens und seiner Her- kunf t mit einer systemischen Perspektive auf rassistische Strukturen. In den nächsten Beiträgen widmet sich die Zeitschrif t verschiedenen Perspekt iven auf die Inklusion von und die Arbeit mit Menschen mit Behinder ung : B. ist 63 Jahre alt und seit 43 Jahren als Heilerziehungspf leger für Menschen mit Behinderungen tätig. Er gibt einen Einblick in seinen Berufsalltag, schildert sein Erleben der Entwicklungen in der Behindertenhilfe der letzten Jahrzehnte und evaluiert ihre Fort- und Rückschrit- te. Er appelliert an Auszubildende der Heilerziehungspf lege, sich von den Erschwer- nissen des Pf legesystems nicht auf fressen zu lassen und stattdessen an ihren Idealen und Vorstellungen von Menschlichkeit festzuhalten. Huschke Kleinteich berichtet von seiner mehrjährigen Arbeit als Schulbegleiter zweier Schüler*innen mit geistigen Entwicklungsverzögerungen. In seinem Beitrag Inklusionsanspr uch und Schulwirklichkeit – Versuch einer kr it ischen Deut ung meiner Ar - beitser fahr ungen als Schulassistent stellt er zum einen heraus, dass die schulische Inklu- sion bei gleichzeitigem Fortbestand der etablierten Regelpädagogik zur Exklusion der Betrof fenen an nur verändertem Ort führt; zum anderen skizziert er, welche Proble- me die Doppelstruktur einer freien Trägerschaf t in Hinsicht auf die Arbeitsbedingun- gen von Beschäf tigten mit sich bringen kann. Kleinteichs Arbeitserfahrungen münde- ten in die Gründung der init iat ive kr it ische schulassistenz. Die Schulbegleiterin Johanna schildert in ihrem Erfahrungsbericht Die Schulbeglei- t ung muss kein bürokrat isches Monster bleiben. Alter nat ive Möglichkeiten aus der Perspek - t ive einer Schulbegleiter in einige Schwierigkeiten, mit denen sie sich alltäglich in ihrem Beruf konfrontiert sieht, sowie Hindernisse und Widersprüche, die sich im Zuge der Beantragung einer Schulbegleitung ergeben können. Außerdem kritisiert sie, dass in Ermangelung eines allgemein verbindlichen Konzepts der Schulbegleitung eigentlich jede*r diese nach individuellen Vorstellungen ausgestalten müsse und daher häufig viel mehr Aufgaben für die Klassengemeinschaf t übernommen würden als eigentlich vorgesehen. Schließlich eröf fnet sie abschließend eine Perspektive, wie ihres Erach- tens eine gelingende Schulbegleitung aussehen könnte. Unter dem Obertitel Perspekt ive einer t ransidenten Person: Gesamtgesellschaf tliche Ent wicklungen und persönliche Wege der Selbst ver wirklichung berichtet Dana Diezemann 12 Helen Akin, Cind y S alz wedel & Paul *A Hel fr it z s ch – deutsche Hörfunkmoderatorin, Journalistin, Referentin für Transidentität und Ex- pertin für Bildsensoren und Kameras – in ihrem Beitrag Kr it ik heißt nicht Nörgeln, son- der n Machen, dass sie als Frau in einen männlichen Körper hineingeboren wurde und dies erst nach einem halben Leben erkannt und korrigiert hat. Sie schildert, wo und von wem ihr alltäglich Ablehnung entgegengebracht wird, und hebt hervor, dass zu Kritikfähigkeit Of fenheit und Wandlungsbereitschaf t sowie Selbstkritik gehören. Bei dem folgenden Text in der Rubrik Feminist ische Organisat ion im Kampf gegen Staat, Pat r iarchat und Kapitalismus handelt es sich um einen Beitrag des Frauen*St reik- bündnisses Jena mit dem Titel Frauen*St reikbündnis Jena – Auf zum feminist ischen St reik, für den die Autor*innen ihre Bündnispartner*innen Decolonize Jena, die Bürger init ia- t ive f ür Soziales Wohnen in Jena und die FAU Jena interviewen, um über Kritik und die Akademisierung der politischen Linken zu sprechen. Sie stellen damit außerdem per- formative Formen der Kritik an der Gesellschaf t vor und werfen kritische Fragen über den Prozess des Schreibens für unsere Zeitschrif t auf. Für alle ist die Wichtigkeit und Notwendigkeit des feministischen Streitens und Streikens verbindendes Element. Diesem Beitrag fügte das Frauen*St reikbündnis außerdem noch ein Ergänzungs- schreiben hinzu, in dem es sich aufgrund aktueller Vorkommnisse innerhalb des Bündnisses mit der e Th matik des Alltagsrassismus auseinandersetzt. Während der redaktionellen Bearbeitung des Beitrags, wurde dem Frauen*St reikbündnis bekannt, dass eine der Herausgeber*innen des FLUT Magazins f ür gegenwär t ige Erot ik – eine*r ihrer Bündnispartner*innen – mit einer Bewerberin, die Woman of Colour ist und ein Foto eingereicht hatte, rassistisch umgegangen war. Darauf hin kam es zu mehreren Tref fen und einem wechselseitigem E-Mail-Austausch zwischen der Redaktion der AuA, Vertreter*innen des Frauen*St reikbündnisses und eben jener Herausgeberin. Das Frauen*St reikbündnis berichtet von diesem Bearbeitungsprozess und den Folgen, die es aus ihm zieht. Dem folgen zwei Beiträge zur Rolle von Care- bzw. Reproduktionsarbeit unter der Rubrik Pf legenotstand und die Probleme medizinischer Versorgung am Maßstab der Men- schenrechte verknüpf t haben: Im ersten der Beiträge haben uns Helma und Jacob vom MediNetz Jena auf Fragen geantwortet, die auf ihre persönlichen Erfahrungen bei der Unterstützung von Menschen ohne Krankenschein und ihr Verständnis von Kritik so- wie darauf abzielten, was sie sich für die Zukunf t dieser zivilgesellschaf tlichen Hilfs- einrichtung vorstellen. Beim zweiten Beitrag handelt es sich um die Zusammenfassung eines Video-In- terviews mit Stef fi Fitzner von Klinik stat t Fabr ik, das wir im Juli 2021 in Jena mit ihr geführt haben. Sie spricht über die Kritikpunkte, die sie als Krankenschwester und Gewerkschaf terin am Klinik-Betrieb hat, sowie über die Auswirkungen, die die Coro- navirus-Pandemie auf ihren (Arbeits)Alltag hatte. Außerdem berichtet sie von Streiks, den Hürden eines Arbeitskampfes in einer Klinik und ihren Forderungen nach Ent- lastung. In der Rubrik Über Arbeitsrechte, staatliche Akt ivier ungsmaßnahmen und Klassen- kampf folgen der Erfahrungsbericht Ungenügend, schikanös und kont raprodukt iv – die Har tz-IV-Gesetzgebung aus der Perspekt ive einer Sozialarbeiter in und ein Gespräch zwi- schen der Hochschulgewerkschaf t unter_bau und streikenden rumänischen Arbei- ter*innen. Zuerst führt uns Verena Cömert vor Augen, was die Lebenswirklichkeit Har tz IV konkret bedeutet, welche Rechte und Pf lichten damit verbunden sind und weshalb dieses (vermeintliche) Unterstützungssystem aus Sicht der Sozialen Arbeit kr itis ch leben? 13 kritisiert werden muss. Hierfür nimmt sie das e Th ma aus persönlicher und professio - neller Perspektive in den Blick und betrachtet sowohl die Gesetzgebung als auch die Seite der Leistungsempfänger*innen. Dieser Erfahrungsbericht scheint uns, weil er u.a. eine Innenansicht aus dem Amt darstellt, eine wichtige Stütze für die Kritik von Har tz-IV-Selbstorganisationsgruppen zu sein. Klassenkampf erler nen – gewerkschaf tliche Basisarbeit an der Universität. Von Frank - f ur t nach Bor nheim und zur ück ist der Titel eines erstmals im diskus veröf fentlich- ten Beitrags. Er entstand im Anschluss an den Streik rumänischer Arbeiter*innen bei der Firma Spargel Ritter im Mai 2020. Die basisdemokratische Gewerkschaf t der Universität Frankfurt – der unter_bau – berichtet von ihren Erkenntnissen, die aus den Gesprächen mit den Streikenden über gewerkschaf tliche Organisation, deren Schwierigkeiten sowie mögliche Hindernisse und Widersprüche in der Bildung von Klassenbewusstsein erwachsen sind. Bis zu diesem Punkt geht es unserer Zeitschrif t um die Darstellung und das Zu- Wort-kommen-Lassen außeruniversitärer Beiträge. Daran schließen nun, dem Unter- titel der Zeitschrif t – Wissenschaf t und Gesellschaf t im Gespräch – entsprechend, aka- demische Kritikverständnisse an. Den Anfang macht Peggy H. Breitenstein mit einer Beschreibung des Kritikverständnisses, das vom alltäglichen Begrif f über seine grie- chischen Ursprünge bis zu Kant, Marx, Horkheimer und Adorno führt, um am Ende in einer Beschreibung der Ideologiekritik als emanzipatorischer Sozial- und Selbstkritik zu münden. Es folgt ein Beitrag von Alice Lagaay und Anna Suchard: Sie treten in ein Gespräch über die Suche nach neuen Formaten für die Vermittlung von philosophi- schen Inhalten durch verschiedene Mittel der Performance, um dadurch einen kriti- schen Blick auf habitualisierte Wissenschaf tsformen und -hierarchien zu entwickeln. Wissen – so machen die Autor*innen deutlich – braucht keinen einsamen Schreib- tisch fernab der Welt, sondern Dialoge, Ereignisse, Prozesse, in denen es gemeinsam als Praxis generiert werden kann. Wie schon zu Beginn angemerkt, versuchen wir als Redaktion am Ende der Zeit- schrif t selbst eine Beschreibung dessen zu geben, was uns persönlich zur Arbeit an ihr bewogen hat. Dort findet sich zudem ein Beitrag von Joule Weisz über die Gestaltung des Titelbildes dieser ersten Ausgabe der Außer universitären Akt ion. Zum Abschluss bleibt uns noch, allen Leser*innen zu wünschen, dass sie in dieser ers- ten Ausgabe eine anregende Lektüre und Impulse für das kritische Leben finden. Wir hof fen mit diesem Hef t einen Beitrag zur Bekanntmachung bislang wenig beachteter Bewegungen und Perspektiven zu leisten, sodass diesen künf tig mehr Wertschätzung zuteilwird und ihre Kritiken ernst genommen werden. Neben allen beitragenden Autor*innen, Initiativen und Bündnissen sowie Künst- ler*innen möchten wir an dieser Stelle einen besonderen Dank an Sonja Deppe rich- ten, deren Hilfe vor allem während der Anfangsphase dieses Projektes viel Gutes zum Gelingen beigetragen hat. Jena/Wien, den 31.10.2021 Helen Akin, Cindy Salz wedel & Paul*A Helf r itzsch

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Außeruniversitäre Aktion. Wissenschaft und Gesellschaft im Gesprächde Gruyter

Published: Apr 1, 2022

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